2/3: Erkenntnisse einer Alleinreisenden, die auch fürs Leben als Selbstständige gelten

Du kennst schon die Vorgeschichte? Dann kannst du gleich einsteigen!

Wenn du Teil 1 noch nicht kennst, empfehle ich dir den ersten Teil der Artikelreihe. 

[Rückblick: Im Mai dieses Jahres umrundete ich mit meinem Mountainbike den Dachstein, Österreichs Gletscher. Mein Weg führte mich rund um den weißen Riesen von Oberösterreich in die Steiermark, ins Bundesland Salzburg und wieder zurück nach Oberösterreich.  Ich war alleine unterwegs. Mein Gepäck (Kleidung, Regenschutz, Essen, Werkzeug)  war in meinem Rucksack am Rücken. Meine „Nachtlager“ hatte ich schon lange davor reserviert. Um es vorweg zu nehmen: Nach 4 Tagen im Sattel kam ich gänzlich unversehrt, geistig durchgespült und sehr glücklich am Ausgangspunkt an. Einige Erlebnisse und Momente als Alleinreisende lassen sich auch ganz wunderbar aufs Leben als Selbstständige übertragen. ]

Erkenntnis 2: Der Großteil meiner Ängste ist nicht real begründbar

Die Situation: Ich fahre eine alte Passstraße steil bergauf. Auf beiden Seiten ist nur Natur, die letzten Häuser liegen schon einige Kilometer hinter mir. Ich weiß, dass ich allein  bin und wenn, nur Männern begegne. Und ich fühle mich unglaublich leicht und frei. Wer mir begegnet ist hilfsbereit oder hat selbst Hilfe nötig. Die Mär vom „schwarzen Mann“, von „Frauen alleine unterwegs“ von „schwaches Opfer“ – alles Glaubenssätze, die wir glauben und die uns allein schon damit Angst machen. Ich bin natürlich nicht so naiv zu denken, jedes Gegenüber wolle nur mein Bestes. Und trotzdem: Der Großteil meiner Ängste ist nicht real begründbar. Zeit, diese Ängste abzulegen.

 

 

Die Lösung: Viele dieser Dinge und Situationen sind viel weiter weg, als ich bisher dachte. Es sind nur Angst-Phantome, die mich einengen oder daran hindern, das zu tun was ich möchte. Und manchmal ist das beste Mittel gegen Angst einfach der Gegenangriff – zumindest, was das berufliche Überleben betrifft.  Mein Tipp: Denk doch auch mal in einem stillen Moment über jene Dinge nach, die dir Angst machen oder dich beengen. Überprüfe dann, wie real diese Bedrohungen wirklich sind oder ob es sich auch nur um Angst-Phantome handelt. 

Zu den Bildern:

1) Diese beiden Bayern hatten Hilfe nötiger als ich. Viel Zuspruch hat sie die 2000 Tages-Höhenmeter doch noch knacken lassen. Sie schworen: nächstes Mal wird's der Donauradweg.

2) Sie waren es auch, die netterweise das Foto von mir auf der Brücke in den "Öfen" des Dachsteins machten. 

3) Zeit, seine Angst-Phantome zu hinterfragen. 

Fotos:

privat