3/3: Erkenntnisse einer Alleinreisenden, die auch fürs Leben als Selbstständige gelten

Du kennst schon die Vorgeschichte? Dann kannst du gleich einsteigen!

Wenn du Teil 1 und 2 noch nicht kennst, empfehle ich dir den ersten Teil der Artikelreihe und seinen Nachfolger, Teil 2. 

[Rückblick: Im Mai dieses Jahres umrundete ich mit meinem Mountainbike den Dachstein, Österreichs Gletscher. Mein Weg führte mich rund um den weißen Riesen von Oberösterreich in die Steiermark, ins Bundesland Salzburg und wieder zurück nach Oberösterreich.  Ich war alleine unterwegs. Mein Gepäck (Kleidung, Regenschutz, Essen, Werkzeug)  war in meinem Rucksack am Rücken. Meine „Nachtlager“ hatte ich schon lange davor reserviert. Um es vorweg zu nehmen: Nach 4 Tagen im Sattel kam ich gänzlich unversehrt, geistig durchgespült und sehr glücklich am Ausgangspunkt an. Einige Erlebnisse und Momente als Alleinreisende lassen sich auch ganz wunderbar aufs Leben als Selbstständige übertragen. ]

Erkenntnis 3: Ein Umweg eröffnet mir eine neue Perspektive

Die Situation: Ich folge immer der Beschilderung und schraube mich Serpentine um Serpentine höher. Es ist wunderschön, aber irgendwie irritiert mich die eingeschlagene Richtung. Auf knapp 1500 Metern Seehöhe und vor einem Wegweiser mit völlig fremden Namen ist klar: Ich habe mich verfahren. Gewaltig.

Gewaltig ist auch der Ausblick, den ich nur dank des Umwegs genießen darf. Die 600 hm extra sind schnell vergessen. Das Bergpanorama, Wiesenenzian, strahlender Sonnenschein und eisiger Gletscherwind, Jause am Viehzaun ,… Alle das entschädigt 100 Mal für die Strapazen und eröffnet mir eine ganz neue Sicht auf meine Route.

 

 

Die Lösung: Umwege sind nie beabsichtigt. Sie kosten Zeit und Energie und/oder Geld. Manchmal bringen sie aber auch etwas deutliche Besseres zum Vorschein, als es der direkte Weg jemals geschafft hätte. Seither bin ich Umwegen gegenüber etwas milder gestimmt und freue mich auf eine weitere, neue Perspektive.  

 

Keines dieser Bilder wäre ohne den besagten Umweg entstanden. Wäre doch schade drum, oder? 

Fotos:

privat