Neulich beim Friseur

… kippte die Stimmung während meines Haarschnitts.

Während zu Beginn noch mit mir als Kundin small getalkt wurde, gingen nach einer kurzen Bemerkung zum Thema „Bepflanzung im Friseurstudio“ einer Friseurkollegin blitzschnell die Wogen hoch. Auf meine Nachfrage hin, was es denn mit den neuen Pflanzentrögen auf sich hätte, erklärte mir die Friseurin (nebst einigen anderen Kundinnen und Kolleginnen): „Da haben sich die Obersten wieder mal was ausgedacht. Sitzen da in ihrer Zentrale in XYZ (das kann ich jetzt nicht auch noch verraten) und haben keine Ahnung, wie’s bei uns zugeht. Sauteure Pflanzen haben Sie uns hergestellt, dabei stehen die nur im Weg rum. Und die Kinder greifen rein und streuen auch noch die Kugerln aus. Dabei haben wir eh schon zu wenig Platz. Aber uns fragt ja keiner. Wir sind ja nicht wichtig“.

Ohne weiter danach zu fragen erzählte mir die, nebenbei bemerkt fachlich sehr gute und ebenso freundliche, Friseurin noch einige Auszüge ihres Arbeitsalltags. Allesamt mit mehr oder weniger direktem Einfluss auf die Außen- bzw. Werbewirkung, umso mehr Einfluss aber auf die Motivation, (Be-)Handlung und (Be-)Achtung der MitarbeiterInnen – und wie diese Geschichte beweist, nun doch wieder auf die Außenwirkung.
Es bleibt: ein neuer Haarschnitt mit bitterem Beigeschmack.